Für Entscheider

    Integration als Plattformeigenschaft
    nicht als Projekt

    In den meisten Unternehmen ist Integration ein eigenes Vorhaben: Schnittstellenprojekte, Middleware-Lizenzen, monatelange Abstimmung zwischen Teams. omniSuite verfolgt einen grundlegend anderen Ansatz. Integrationsfähigkeit ist in die Plattformarchitektur eingebaut — als standardisierte Eigenschaft, nicht als individuelles Projekt. Das Ergebnis: bestehende Systeme werden angebunden, ohne dass dafür eine separate Infrastruktur aufgebaut werden muss.

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    Paradigmenwechsel bei der Systemintegration

    01.01

    Warum behandelt omniSuite Integration nicht als Projekt?

    Klassische Integrationsvorhaben scheitern häufig an der Komplexität: Jede Anbindung erfordert individuelle Entwicklung, eigene Fehlerbehandlung und spezifische Wartung. omniSuite kehrt dieses Prinzip um. Die Plattform bringt standardisierte Integrationsmechanismen mit, die sofort nutzbar sind — für Import, Export, Abgleich und bidirektionalen Datenaustausch.

    Statt für jede Systemverbindung ein Projekt aufzusetzen, konfigurieren Teams die vorhandenen Bausteine. Das reduziert Projektlaufzeiten, senkt Kosten und beseitigt die typischen Risiken individueller Schnittstellenentwicklung.

    01.02

    Was bedeutet „Integration als Plattformeigenschaft" konkret?

    Es bedeutet, dass alle Mechanismen für den Datenaustausch mit Drittsystemen bereits als Lösungsbausteine in der Plattform vorhanden sind. Der Data Integration Manager deckt den Import und Export ab. Data Reconciliation sichert die Konsistenz über Systemgrenzen hinweg. REST-APIs, SOAP-Webservices, HTTP-Endpoints und OLE-DB-Provider stehen als Schnittstellentechnologien bereit.

    Der Action Scheduler automatisiert zeitgesteuerte Datenflüsse. Diese Bausteine sind keine Zusatzmodule, sondern integraler Bestandteil der Plattform. Sie arbeiten mit denselben Regeln, Berechtigungen und Protokollierungsmechanismen wie alle anderen Plattformfunktionen.

    02 / 08

    Anbindung bestehender Systeme

    02.01

    Welche Systeme lassen sich an omniSuite anbinden?

    omniSuite ist technologisch offen und unterstützt die Anbindung aller gängigen Unternehmenssysteme. Über OLE-DB-Provider werden Datenbanken wie Oracle, MySQL, MS SQL Server und MS Access direkt angesprochen. REST-APIs und SOAP-Webservices ermöglichen die Kommunikation mit SAP, ITSM-Systemen, ERP-Plattformen und beliebigen Drittsystemen, die diese Standards unterstützen.

    Zusätzlich können CSV- und Excel-Dateien als Datenquellen eingebunden werden — relevant für Szenarien, in denen Legacy-Systeme keine modernen Schnittstellen bieten. Die Anbindung erfolgt über konfigurierbare Schemata, nicht über individuellen Code.

    02.02

    Wie gelingt die Integration ohne lange Projektlaufzeiten?

    Der Schlüssel liegt in der Standardisierung. Statt jede Anbindung neu zu entwickeln, nutzen Teams die vorhandenen Import-Schemata des Data Integration Managers. Ein Schema definiert Datenquelle, Zieltabelle, Mapping und Transformationsregeln — alles in einer zentralen Oberfläche. Automatische Integrationstests prüfen vor dem Import, ob Identifizierungsspalten definiert, Fremdschlüsselbeziehungen konsistent und Mapping-Zuordnungen vollständig sind.

    Erst wenn alle Tests bestanden sind, wird der Import freigegeben. Dieses Verfahren verhindert fehlerhafte Datenübernahmen und reduziert den Abstimmungsaufwand zwischen Fachbereich und IT erheblich.

    03 / 08

    Data Integration Manager: Import, Export und Abgleich

    03.01

    Was leistet der Data Integration Manager im Tagesgeschäft?

    Der Data Integration Manager ist der zentrale Baustein für alle Datenimporte in omniSuite. Er unterstützt den gesamten Prozess von der Quellenanbindung über die Datenbereinigung bis zur Übernahme in die Zielstruktur. Import-Schemata werden zentral verwaltet, versioniert und mit vollständiger Änderungsdokumentation versehen.

    Jeder Importlauf wird protokolliert, inklusive detaillierter Logs zu Fehlern, Warnungen und Datenqualitätshinweisen. Die Ausführung kann manuell, regelbasiert, ereignisgesteuert oder zeitgesteuert über den Action Scheduler erfolgen. Damit eignet sich der Baustein sowohl für einmalige Migrationen als auch für wiederkehrende Datenabgleiche im laufenden Betrieb.

    03.02

    Wie wird die Datenqualität beim Import sichergestellt?

    Bevor Daten überhaupt in die Zieltabellen geschrieben werden, durchlaufen sie eine mehrstufige Qualitätssicherung. Filtering auf Datenquellenebene extrahiert nur relevante Datensätze nach konfigurierbaren Regeln. Die Konsolidierung bereinigt und standardisiert Schreibweisen — etwa wenn identische Werte in unterschiedlicher Form vorliegen. PreSQL-Validierungen prüfen die Datenquelle gegen definierte Regeln, bevor der eigentliche Import startet.

    Bei Fehlern kann der Import gezielt abgebrochen werden, fehlerhafte Datensätze werden in eine separate Fehlerdatei ausgelagert. Zusätzlich können PreSQL-Ist/Soll-Abgleiche automatisch vor dem Import ausgeführt werden, um die Konsistenz der Quelldaten im Vorfeld zu verifizieren. Nach dem Import greifen PostSQL-Aktionen für die Nachbearbeitung und Synchronisierung.

    04 / 08

    Data Reconciliation: Konsistenz über Systemgrenzen

    04.01

    Was genau ist Data Reconciliation?

    Data Reconciliation ist der Baustein für den systematischen Ist/Soll-Abgleich von Datenbeständen. Er vergleicht Daten zwischen verschiedenen Quellen, identifiziert Abweichungen und ermöglicht deren gezielte Behebung durch Synchronisierung. Das Besondere: Abweichungen werden nicht nur erkannt, sondern können als fachliche Steuergröße genutzt werden.

    Solange Inkonsistenzen bestehen, lassen sich Folgeschritte im Prozess automatisch blockieren. Damit wird Data Reconciliation zu einem integralen Bestandteil der Prozesssteuerung, nicht nur zu einem Prüfinstrument.

    04.02

    Welche Abgleichsarten stehen zur Verfügung?

    omniSuite kennt drei Abgleichsarten, die aufeinander aufbauen. Der Einzelabgleich vergleicht ein spezifisches Informationsobjekt isoliert zwischen Ist- und Soll-Tabelle. Der eingebundene Abgleich erweitert diesen Einzelabgleich, indem verknüpfte Objekte — etwa über Fremdschlüssel oder Many-to-Many-Beziehungen — automatisch in den Vergleich einbezogen werden.

    Die Synchronisierung erfolgt kaskadierend entlang der Parent-Child-Hierarchie. Der gestaffelte Abgleich orchestriert mehrere Einzelabgleiche in einer definierten Reihenfolge und berücksichtigt dabei datenabhängige, zeitliche und prozessuale Bedingungen. Alle drei Arten können regelbasiert, ereignisgesteuert oder zeitgesteuert aufgerufen werden.

    04.03

    Wie unterstützt Data Reconciliation bei Migrationsprojekten?

    Bei Datenmigrationsprojekten ist die Frage der Konsistenz entscheidend. Data Reconciliation bietet hier drei wesentliche Vorteile. Erstens: Der Abgleich kann vor, während und nach einer Migration eingesetzt werden, um den Fortschritt zu kontrollieren. Zweitens: Das Ist/Soll-Abgleichcockpit visualisiert alle Abweichungen übersichtlich und ermöglicht die gezielte Synchronisierung — einzelner Datensätze, mehrerer Datensätze oder aller Abweichungen auf einmal.

    Drittens: Die konfigurierbare Abweichungsbehandlung erlaubt es, für jede Art von Abweichung spezifische Aktionen festzulegen — automatische Korrekturen, manuelle Prüfungen oder Eskalationen. Das minimiert das Risiko fehlerhafter Migrationen und schafft Transparenz für alle Beteiligten.

    05 / 08

    Automatisierte Datenflüsse

    05.01

    Wie werden wiederkehrende Integrationsaufgaben automatisiert?

    Der Action Scheduler ist das zentrale Werkzeug für die Automatisierung zeitgesteuerter Prozesse. Entwickler definieren Schritte, die aus vorhandenen Plattformbausteinen oder individuellen Aktionen bestehen. Dazu gehören das Aktualisieren von Materialized Views, das Generieren von Reports, das Ausführen von Ist/Soll-Abgleichen oder das Starten von SQL-Skripten.

    Zeitpläne können einmalig, täglich, wöchentlich oder in frei definierbaren Intervallen konfiguriert werden. Jede Ausführung wird vollständig protokolliert. Damit lassen sich komplexe Datenflüsse zwischen Systemen automatisieren, ohne individuelle Batch-Jobs oder externe Scheduling-Tools einsetzen zu müssen.

    05.02

    Welche Rolle spielen SQL-Views und Materialized Views für die Integration?

    SQL-Views schaffen eine abstrahierte Datenzugriffsebene, die Daten aus verschiedenen Quellen in einer einheitlichen Sicht bereitstellt — ohne dass Anwendungen direkt auf die zugrunde liegenden Tabellen zugreifen müssen. Besonders relevant für die Integration: SQL-Views können über Funktionen wie opendatasource, openquery und openrowset auch Daten aus externen Datenbanken einbeziehen.

    Materialized Views gehen einen Schritt weiter. Sie speichern Abfrageergebnisse lokal und aktualisieren sie in definierten Intervallen. Damit eignen sie sich hervorragend als lokaler Cache für Daten aus Drittsystemen. Über OLE-DB-Provider werden Oracle, MySQL, MS SQL Server sowie CSV- und Excel-Dateien unterstützt — ohne dass diese Daten physisch in die interne Datenbank migriert werden müssen.

    06 / 08

    Kosten und Risikominimierung

    06.01

    Wie reduziert omniSuite die Kosten für Integration?

    Die Kostenersparnis ergibt sich aus drei Faktoren. Erstens: Keine separate Middleware erforderlich — die Integrationsfähigkeit ist in der Plattform enthalten. Zweitens: Standardisierte Import-Schemata ersetzen individuelle Schnittstellenentwicklung — ein Schema wird einmal konfiguriert und kann wiederholt verwendet werden.

    Drittens: Automatische Integrationstests und mehrstufige Validierung verhindern fehlerhafte Importe, die in der Nachbearbeitung erhebliche Kosten verursachen. Die zentrale Verwaltung und vollständige Protokollierung aller Import- und Abgleichvorgänge reduzieren darüber hinaus den Wartungsaufwand. Teams verbringen weniger Zeit mit der Fehlersuche in individuellen Schnittstellen und mehr Zeit mit der Umsetzung fachlicher Anforderungen.

    06.02

    Wie wird das Risiko bei Datenmigration und Systemintegration minimiert?

    omniSuite verfolgt einen mehrstufigen Ansatz zur Risikominimierung. Auf der technischen Ebene verhindern PreSQL-Validierungen, dass fehlerhafte Daten in das Zielsystem gelangen. Automatische Integrationstests prüfen vor jedem Import die Konsistenz der Datenstruktur.

    Fehlerhafte Datensätze werden isoliert und in Fehlerdateien ausgelagert, statt das Zielsystem zu kontaminieren. Auf der fachlichen Ebene macht das Ist/Soll-Abgleichcockpit Abweichungen transparent und gibt Fachbereichen die Möglichkeit, kritische Entscheidungen manuell zu treffen. Die lückenlose Änderungsdokumentation für alle Schemata und Abgleiche gewährleistet Revisionssicherheit und erleichtert Audits.

    07 / 08

    Nachvollziehbarkeit und Governance

    07.01

    Wie wird die Nachvollziehbarkeit von Integrationsvorgängen sichergestellt?

    Jeder Integrationsvorgang in omniSuite wird lückenlos dokumentiert. Import-Schemata, Ist/Soll-Abgleiche und Action-Scheduler-Definitionen unterliegen der Änderungsdokumentation: Jede Anpassung ist versioniert, nachvollziehbar und dauerhaft gespeichert. Import-Logs protokollieren jeden Durchlauf im Detail — inklusive Fehlermeldungen, Warnungen und Datenqualitätshinweisen.

    Das Ist/Soll-Abgleichcockpit zeigt nicht nur aktuelle Abweichungen, sondern dokumentiert auch Synchronisierungsentscheidungen. Diese durchgängige Protokollierung ist kein Zusatzfeature, sondern ein Nebenprodukt der Architektur: Weil alle Integrationsmechanismen dieselben Plattformmechanismen nutzen, greifen auch dieselben Governance- und Audit-Funktionen. Für regulierte Branchen bedeutet das: Die Nachweispflicht für Datenherkunft und Veränderungen wird automatisch erfüllt.

    08 / 08

    Echtzeit-Integration und bidirektionaler Datenaustausch

    08.01

    Unterstützt omniSuite auch Echtzeit-Szenarien?

    Ja. Neben den batch-basierten Importen des Data Integration Managers bietet omniSuite Mechanismen für den bidirektionalen Datenaustausch in Echtzeit. Über den Maskengenerator können Entwickler HTTP-Endpoints, REST-APIs und SOAP-Webservices direkt in Anwendungen einbinden.

    Die CustomReport-Komponente stellt Daten aus heterogenen Quellen in einer einheitlichen Ansicht dar. IFRAME-Elemente ermöglichen die Einbettung externer Dashboards und Webanwendungen. Die Verwaltung der Integrationsschnittstellen erfolgt zentral, inklusive Berechtigungssteuerung und Protokollierung. So entsteht eine einheitliche Oberfläche, in der interne und externe Daten nahtlos zusammengeführt werden.

    08.02

    Wie unterscheidet sich omniSuite von klassischen Integrationslösungen?

    Klassische Lösungen wie ESB oder iPaaS erfordern eine eigene Infrastruktur, eigene Fachkenntnisse und eigene Projekte. omniSuite integriert die Integrationsfähigkeit direkt in die Plattform. Es gibt keine separate Middleware, keinen zusätzlichen Betrieb und keine eigene Projektorganisation für Schnittstellen.

    Die Integrationsmechanismen nutzen dieselben Regeln, Berechtigungen und Protokollierungsmechanismen wie alle anderen Plattformfunktionen. Das bedeutet: Eine Schnittstellenanbindung unterliegt denselben Qualitäts- und Governance-Anforderungen wie jeder andere Plattformbaustein. Dieser Ansatz eliminiert die typischen Brüche zwischen Fach-Anwendung und Integrationsschicht.

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