API-Management

    Externe Systeme angebunden, Daten ausgetauscht, Schnittstellen dokumentiert – und drei Monate später ist keiner mehr sicher, welche API noch aktiv ist und welche nicht. Dieses Problem entsteht, wenn APIs als externe Projekte behandelt werden, die neben der eigentlichen Plattform existieren. In der omniSuite ist API-Management keine separate Infrastrukturaufgabe. APIs entstehen dort, wo sie gebraucht werden, und werden zentral verwaltet – als Teil der Plattform, nicht als Anhang.


    Business-Perspektive

    Warum ist Integration so oft ein Kostentreiber?

    Integration gilt in klassischen IT-Projekten als eigenes Vorhaben mit eigenem Budget, eigenem Zeitplan und eigenem Risiko. Schnittstellen werden projektweise entwickelt, extern dokumentiert und irgendwo zwischen Middleware und Drittsystem verwaltet. Das Ergebnis: Wenn sich eine Anforderung ändert, müssen API-Definitionen, Dokumentation und Datenstrukturen synchron gehalten werden – oft in verschiedenen Systemen, von verschiedenen Teams. Die omniSuite behandelt Integration als Plattformeigenschaft: APIs entstehen direkt in der Plattform, werden zentral verwaltet und stehen sofort zur Verfügung.

    Was bedeutet „dynamisch erstellbar“ in der Praxis?

    REST-APIs, SOAP-Webservices und HTTP-Endpoints lassen sich in der omniSuite ohne Deployment-Zyklus erstellen. Wer eine neue Schnittstelle für externen Datenaustausch braucht, konfiguriert sie in der Plattform – das System kompiliert den zugehörigen Code zur Laufzeit. Kein Einspielen einer neuen Version, kein Neustart, kein Ticket an die IT-Infrastruktur. Die Schnittstelle ist sofort aktiv. Für Unternehmen, die häufig auf sich ändernde Anforderungen reagieren müssen, ist das ein wesentlicher Unterschied zu statisch deployen Integrationslösungen.

    Wie sichert zentrale Verwaltung die Übersicht?

    Wenn APIs verstreut in verschiedenen Konfigurationen, Dateien oder Systemen entstehen, verliert das Team den Überblick. Welche Schnittstellen sind aktiv? Welche werden noch genutzt? Wer hat wann welche Änderung vorgenommen? Die omniSuite verwaltet alle APIs und Schnittstellen an einem Ort. Änderungen sind nachvollziehbar, der aktuelle Stand ist jederzeit einsehbar – ohne Recherche in separaten Dokumentationen oder Versionskontrollsystemen außerhalb der Plattform.


    Technische Details

    Welche API-Typen verwaltet die omniSuite zentral?

    Die Plattform unterscheidet zwischen mehreren Schnittstellentypen, die jeweils unterschiedliche Einsatzkontexte bedienen. REST-APIs und SOAP-Webservices ermöglichen den strukturierten Datenaustausch mit externen Systemen. HTTP-Endpoints stehen für direkte Aufrufe ohne SOAP-Overhead zur Verfügung. Globale SQL-APIs kapseln Datenbankoperationen und sind sowohl server- als auch clientseitig nutzbar – direkt in SQL-Abfragen, gespeicherten Prozeduren oder als Basis für REST-Endpunkte. Managed Classes strukturieren C#-Funktionen und SQL-APIs in zentralen Verwaltungseinheiten für serverseitige Programmierung.

    Wie werden APIs kompiliert und deployed?

    REST-APIs, SOAP-Webservices und HTTP-Endpoints werden in der omniSuite „on the fly" in DLL-Dateien kompiliert. Das bedeutet: Konfigurationsänderungen sind ohne separaten Build- und Deployment-Prozess aktiv. Entwickler schreiben die API-Logik direkt in der Plattform, das System übernimmt Kompilierung und Bereitstellung. Diese Eigenschaft unterscheidet das API-Management der omniSuite fundamental von Integrationslösungen, die einen vollständigen Deployment-Zyklus erfordern.

    Wo greifen APIs in den Plattformmechanismus ein?

    SQL-APIs und gespeicherte Prozeduren lassen sich bei serverseitigen Ereignissen aufrufen – etwa bei onSave oder onSubmit in einer Maske. Für den Maskengenerator stehen SQL-APIs auch zur Steuerung des Maskenaufrufs selbst zur Verfügung. Programmierschnittstellen umfassen SQL-API, Server-SQL-API, JavaScript und C#-Skripte. Globale SQL-APIs sind direkt in JavaScript aufrufbar, was interaktive clientseitige Validierungen und dynamische Filteroperationen ermöglicht – ohne Roundtrip über externe API-Schichten.

    Wie passen Managed Classes in die API-Architektur?

    Managed Classes bilden die Strukturebene für serverseitige Logik: C#-Funktionen und globale SQL-APIs werden dort zusammengefasst und stehen dann in allen serverseitigen Programmierkontexten zur Verfügung. Das ermöglicht modulare Wiederverwendung komplexer Geschäftslogik – eine Managed Class, die Validierungsregeln für einen Auftrag kapselt, steht sowohl im REST-Endpunkt als auch im direkten Datenbankkontext zur Verfügung. Die zentrale Verwaltung verhindert, dass dieselbe Logik in verschiedenen API-Implementierungen redundant entsteht.

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