Lösungsbausteine

    Maskengenerator

    Der Maskengenerator erstellt Benutzeroberflächen direkt aus der fachlichen Objektbeschreibung. Er stellt automatisch CRUD-Operationen bereit, integriert Validierungs- und Sichtbarkeitsregeln kontextabhängig und übernimmt die Berechtigungssteuerung. Entwickler konzentrieren sich auf die Fachlogik, die technische Umsetzung der Oberfläche übernimmt die Plattform.

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    Business-Perspektive

    01.01

    Warum ist der Maskengenerator mehr als ein UI-Werkzeug?

    In klassischen Projekten bindet die Erstellung von Benutzeroberflächen einen erheblichen Teil des Budgets: Formulare, Validierungen, Navigationslogik, Berechtigungsprüfungen. Dieser Aufwand wiederholt sich für jedes neue Datenobjekt, und die IT-Abteilung wird zum Flaschenhals, weil selbst einfache Oberflächen Entwicklungszeit kosten.

    Der Maskengenerator der omniSuite eliminiert diese wiederkehrende Arbeit. Für jedes Datenobjekt steht sofort eine funktionsfähige Oberfläche zur Verfügung, inklusive Pflichtfeldprüfungen, responsiver Darstellung und Berechtigungscaching. Die Zeit vom Datenmodell zur ersten nutzbaren Anwendung sinkt von Wochen auf Stunden.

    01.02

    Wie verbessert der Maskengenerator die Zusammenarbeit zwischen Fachbereich und IT?

    Abstrakte Spezifikationen auf Papier führen zu Missverständnissen. Der Fachbereich beschreibt, was er braucht. Die IT interpretiert. Wochen später steht ein Ergebnis, das nicht passt. Dann beginnt die Korrekturschleife.

    Der Maskengenerator macht diesen Umweg überflüssig. Statt über Dokumente zu diskutieren, arbeiten Fachbereich und IT am lebenden System. Die generierte Oberfläche ist sofort testbar und kann iterativ angepasst werden. Anforderungen stehen nicht mehr auf Papier, sondern liegen als funktionierendes Artefakt vor.

    01.03

    Wie wird die Berechtigungssteuerung abgebildet?

    Berechtigungen nachträglich in eine Anwendung einzubauen ist aufwendig und fehleranfällig. In vielen Projekten werden Rechtekonzepte deshalb vereinfacht oder erst spät umgesetzt, mit entsprechenden Risiken für Compliance und Datensicherheit.

    Der Maskengenerator integriert die omniSuite-Berechtigungen direkt in jede Oberfläche. Rechte werden pro Maske granular vergeben: Neuanlage, Bearbeitung, Nur-Lesen-Zugriff. Die Vergabe erfolgt nach Rollen, Organisationseinheiten, Partnerfirmen oder individuellen Benutzern. Bei tabellenabhängigen Masken können die Berechtigungen der verknüpften Datentabelle direkt übernommen werden. Governance ist kein Zusatzaufwand, sondern in jeder Oberfläche nativ verankert.

    01.04

    Was bedeutet „Konfigurieren statt Erfinden" beim Maskengenerator?

    Gescheiterte IT-Projekte haben oft eine gemeinsame Ursache: Teams bauen Basisfunktionen von Grund auf neu, statt sich auf die fachlichen Besonderheiten zu konzentrieren. CRUD-Operationen, Validierung, Logging, Berechtigungsprüfung, responsive Darstellung. All das muss bei jedem Projekt erneut entwickelt und getestet werden.

    Der Maskengenerator verkörpert das Grundprinzip der omniSuite-Bausteine: Alle universellen Funktionen sind bereits integriert. Teams konfigurieren nur die fachspezifischen Besonderheiten. Das reduziert das Realisierungsrisiko, weil die Basisfunktionen in zahlreichen Projekten über 20 Jahre validiert wurden.

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    Technische Details

    02.01

    Wie werden Masken erstellt und konfiguriert?

    Masken können zentral oder direkt bei der Tabellendefinition erstellt werden, tabellenabhängig oder tabellenunabhängig. Der Erstellungsprozess folgt einer strukturierten Abfolge: Maskenanlage (Name, Identifikation, Beschreibungen), Berechtigungsvergabe (automatischer Wechsel nach dem Speichern), Layout-Konfiguration über den Layout-Assistenten.

    Das Layout umfasst Dimensionen, Überschriften, Navigationselemente (Menüblock, Menübar, beide vollständig ereignis- und regelbasiert konfigurierbar), Inhaltselemente (Tabellen, Sichten, DataGridView, Matrix, Charts, Beziehungsübersichten, Explorer, Diagrammer, Treetable) und Standard-Buttons.

    02.02

    Welche Systemereignisse stehen für die Maskensteuerung bereit?

    Der Maskengenerator bietet vier Kategorien von Systemereignissen: Initialisierung: AfterFormInit für UI-Änderungen vor dem vollständigen Laden, SQLBeforeFormFirstInit für Datenzugriff auf die angebundene Tabelle.

    Validierung: CustomValidator mit automatischen Standardvalidierungen (Pflichtfelder, Wertebereiche, Formate) und erweiterten Optionen über SQL-APIs, JavaScript und Managed Classes.

    Nach dem Speichern: SQL-AfterSave für Skriptausführung, StopAfterSaveOrApply zum Unterbrechen des Standardflusses (z. B. für E-Mail-Formulare), ContinueAfterSaveOrApply zur Wiederaufnahme, AfterSave für Aktualisierung verknüpfter Tabellen.

    CRUD-Operationen: nahtlose Integration mit Speichern, Übernehmen und „Speichern und neu öffnen".

    02.03

    Welche UI-Elemente stehen zur Verfügung?

    Der Maskengenerator unterscheidet zwei Hauptgruppen. Tabellengebundene Elemente: Spalten aus zugeordneten Tabellen (1:1-Beziehungen), Beziehungen (1:n, n:m), Life-Cycle-Spalten, Attachments.

    Tabellenunabhängige Elemente: DataGridView, Tabelle/Sicht (mit Datenquellen aus Stammdaten, rimacon-Tabellen, benutzerdefinierten Tabellen, SQL-Views, Materialized Views, Report-Tabellen), Custom Reports, Matrix, Charts, Beziehungsübersichten, Explorer, Diagrammer, Treetable. Dazu kommen Eingabeelemente (Textbox, Checkbox, RadioButton, IPTextBox, TextArea, RichTextEditor), Anzeigeelemente (Label, Bild, ObjectInfoBlock, Iframe), Dropdown-Elemente, Struktur-Container (Frame, TabControl, PageControl) und Steuerungselemente (Button, Timer, Seriendatumgenerator).

    02.04

    Wie funktioniert die regelbasierte Maskensteuerung?

    Der Maskenaufruf selbst kann über eine SQL-API regelbasiert gesteuert werden, abhängig von Datenbankinhalten, Benutzerrollen oder Kontextbedingungen. Für die Entwicklung stehen der Bedingungskonfigurator-Wizard, der Objektauswahl-Wizard und der SQL-Abfrage-Wizard zur Verfügung. Letzterer bietet dynamische Navigation durch Tabellenbeziehungen, automatische Generierung komplexer SQL-Abfragen und direktes Testen im Wizard.

    Generierte Abfragen können direkt in den SQL-Editor übernommen werden.

    02.05

    Wie unterstützt der Maskengenerator Scripting?

    Vier Scripting-Schnittstellen stehen zur Verfügung: SQL-API und Server-SQL-API für serverseitige Logik, JavaScript für clientseitige Steuerung und DOM-Manipulation, C#-Skripte (Managed Classes) für komplexe serverseitige Geschäftslogik. Alle Schnittstellen können in den Event-Hooks der Systemereignisse eingesetzt werden.

    Das E-Mail-Formular ist als eigenständiges UI-Element integrierbar, gesteuert über die gleichen Systemereignisse.

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